VE 301 Dyn - Meine Radioseite

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VE 301 Dyn

Der VE301 Dyn ist der bessere Volksempfänger und kostete damals  65 RM. Die Namensgebung des Empfängers, VE 301 geht auf die Ernennung Adolf Hitlers, der erst im Jahr zuvor deutscher Staatsbürger geworden war, zum Reichskanzler durch Paul v. Hindenburg. Dies geschah am 30.1.1933. Das besondere an diesem Gerät ist der Lautsprecher. Dieser hat nicht wie bei den meisten Geräten einen permanent Magnet, sondern eine elektrodynamische Erregerspule als Magnet.                             
Somit wurde für die damalige Zeit, ein besserer Klang erzeugt. So ein Prinzip wurde schon nach kurzer Zeit, bis heute nicht mehr angewendet. Diese Spule wurde mit der vollen Netzspannung betrieben und hatte dadurch einen leichtes Brummen im Hintergrund zur Folge.  Die heutigen Radios werden mit Niederspannung mittels Netzteil betrieben. Schon dadurch ist dieses Prinzip unmöglich. Außerdem waren solche Lautsprecher wegen der großen Erregerspule zu groß. Dieses Gerät gab es auch für Allstrom VE301GW.

So ein Gerät hatte ich von einem Radiofreund zum Restaurieren bekommen. Das Gerät sah auf dem ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Erst ein Blick in das Innere des Gerätes offenbarte mir den schlechten Zustand und die damit aufwändige lange Arbeit. Das Gerät war eine echte Herausforderung für mich, denn ich musste neue Arbeitsanwendungen als gewohnt ausführen.
Wie mann sieht, ist das Radio in einem guten Zustand, aber nicht innen. Alles verostet und die Kabel sehen auch nicht gut aus. Da musste ich viel machen. Zum Glück war der Rost nur oberflächlich und nur gering in die Metaloberfläche reingefressen. Diesen habe ich so gut es ging, mit einer harten Zahnbürste entfernt. Danach habe ich die Chassis mit einer Silberbronze gestrichen. Von der ganzen Arbeit wurden meine Finger gleich mitgestrichen. Das kommt davon, wenn man kein Gefühl in den Händen hat. Jetzt passe ich mehr auf und sehe lieber zweimal hin wo meine Finger gerade sind.
Die Skalenscheibe hatte ebenfalls durch die feuchte Lagerung gelitten. Die Farbe der Schrift war ziemlich aufgequollen und zum großen Teil abgeblättert. Das Glas aber war zum Glück noch heil. Dadurch konnte ich diese Scheibe mit einem speziellen Verfahren regenerieren. Hinterher sah die Skalenscheibe optisch sehr gut aus.
 
Nach einer umfangreichen Reperatur und langer Arbeit an der Chassis, erstrahlt das Innenleben mit geputzten Röhren im neuem Glanz. Die Optik habe ich oben und unten originalgetreu erhalten.
Natürlich musste ich bei diesem Gerät den Lautsprecherstoff wechseln. Dieser war nach den langen Jahren und der schlechten Lagerung ziemlich eingegangen.
Nach einer gründlichen Pollitur des Gehäuses, sieht das Radio wieder ziemlich schmuck aus. Nur ungern habe ich dieses Radio wieder weggegeben.
 
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